2015 recap & update

January 25, 2016

Besser spät als nie. Ich habe mich endlich mal dazu aufgerafft diesen Blogpost zu schreiben. Der allerletzte Blogpost des Jahres sollte traditionsgemäß immer ein Recap sein. Normalerweise versuche ich ihn noch vor dem neuen Jahr zu schreiben, diesmal wurde der Recap eben doch der allererste Blogpost des Jahres. Ich wollte vor Weihnachten einfach eine Pause vom Blog nehmen. Die Pause tat mir gut, nun verspüre ich wieder etwas Lust und Motivation um an meinem Blog zu arbeiten. 

Ich hoffe ihr seid alle gut ins neue Jahr gekommen? Mein Neujahrsabend war ganz angenehm, ich habe ihn mit meiner Familie und meinem Freund verbracht. Danach bin ich mehr oder weniger wieder in meinem leichten Dämmerzustand gefallen. Ich wünschte ich könnte einen Winterschlaf machen, einfach erst wieder aufstehen, wenn die Sonnenstrahlen wieder da sind. Normalerweise habe ich nichts gegen den Winter, das gehört eben mal zu unserem Leben hier in Deutschland dazu, aber diesen Winter bin ich so furchtbar unmotiviert und träge. Ich hoffe es hält nicht allzu lange an, denn dieses Jahr habe ich eigentlich eine Menge vor. Aber dazu später mehr...

2015 war ein ziemlich lehrreiches Jahr gewesen. Ich habe vieles neues dazu gelernt, vor allem viel über mich selbst. Ich habe gelernt, wie ich ticke, was für Macken ich habe, welche Stärken und Schwächen ich besitze. Seiten an mir, wo ich felsenfest davon überzeugt war, dass sie so bleiben werden, haben sich verändert. Ich blieb kritisch, habe verschiedene Perspektiven eingenommen, stets versucht alles aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten. Habe mich Stück für Stück so akzeptiert wie ich bin, habe mich selbst besser kennen gelernt. 

Der Weg der Selbstfindung ist nicht für jedermann einfach und kurz. Viele müssen sich auf die lange Reise begeben, die gezeichnet ist von Höhen und Tiefen. So wie ich. Ist es der richtige Weg? Stehe ich vor einer Sackgasse? Schwimme ich gegen den Strom? Oft fühlt es sich so an für mich. Wie als ob dichter Nebel meine Sicht versperren würde. Dann herrscht Stillstand im Leben, gefolgt von ungeduldiger Rastlosigkeit.
Doch mit der Zeit weiß ich nun endlich, dass es besser ist mit Geduld den Weg zu beschreiten, stets Vertrauen in das eigene Können und die Intuition zu haben, statt blind, hastig und ziellos der vermeintlich richtigen Antwort hinterher zu jagen. Natürlich gibt es immer noch Zeiten, wo ich rastlos bin, am liebsten so schnell wie möglich nach der Antwort, der Lösung, greifen möchte und schließlich doch nur ins Leere fasse. In solchen Momenten merke ich dann was für ein Druck auf mir lastet und versuche es dann wieder mit innerer Ruhe anzugehen.
Manche Fragen an mich selbst wurden gelöst, manche sind immer noch unbeantwortet. Doch es ist besser, die Antwort mit der Zeit kommen zu lassen, als diese krampfhaft im Jetzt zu erzwingen. 

Ich hoffe, dass ich mit dieser Einstellung die Hürden dieses Jahres erklimmen kann. Die wohl größte stellt meine Abschlussarbeit dar. Seit Monaten wollte ich diese schon angehen, ständig kam was dazwischen. Langsam wird es endlich was. Ich weiß nicht wieso, aber ich habe so Bammel davor sie zu schreiben, ich fühle mich so verdammt unsicher. In kleinen Schritten werde ich versuchen diese große Aufgabe zu bewältigen. Ziel ist es, sie bis Sommer fertig zu schreiben, da ich im Sommer mit meiner Familie gemeinsam nach Vietnam fliegen werde, um dort Urlaub zu machen. Da möchte ich ungern die Abschlussarbeit gedanklich mitnehmen. 

Was mein Blog betrifft, habe ich ebenfalls einige Pläne. Ich denke seit längerem über einen Namenswechsel nach, bin mir aber noch sehr unsicher. Was meint ihr, soll ich meinen Blognamen behalten oder eine Änderung wagen? Ich würde mich über eure Meinungen freuen. Zudem erwäge ich es zukünftig auch in englisch zu schreiben, da bin ich mir aber ebenfalls unsicher. Eventuell werde ich meinen Blog erst mal schließen, bis ich wieder mehr Zeit habe, um mich ihm zu 100% widmen zu können. 

Bis bald,
Alice 



Outfit - I understand only railway station

December 7, 2015

Hallihallo! Na, wie war euer 2. Adventssonntag so? Bei mir habe ich gestern, um ehrlich zu sein, kein Weihnachtsfeeling gespürt. Also mein Tag war nicht schlecht, aber das Weihnachtsfeeling fehlte einfach. Das lag wohl auch daran, dass ich gestern häusliche Pflichten erledigt habe und dann danach zum Training geeilt bin, wo unser Trainer uns wieder mal geknechtet hat, ein wahrer Knecht Ruprecht, haha, ich bin so witzig - nicht. Aber wie gesagt, mein Adventssonntag war nicht schlecht, ich habe eine schöne Zeit mit meinem Freund und meinen Freunden verbringen können :-).

Bevor es ins Training ging, hat mein Freund einige Fotos für mich geschossen. Meine Haare sehen auf den Bildern leicht verwildert aus, aber es lohnt sich eben nicht sich vor dem Training aufzubrezeln. Finde aber trotzdem, dass die Fotos eigentlich ziemlich cool geworden sind. Schaut selbst.




Daniel Wellington, Modell: Classic Warwick, via aboutyou.de
Nike WMNS Air Force 1 Suede, via & other stories (fast ausverkauft)


Mantel ZARA, ähnlich hier ; Rucksack Urban Outfitters, ähnlich hier

Mit diesem Outfit präsentiere ich euch stolz meine zwei neuen Lieblinge! Erstens meine neue Uhr von Daniel Wellington. Mein erstes Modell war die Grace Glasgow, seitdem bin ich sehr überzeugt von dieser Uhrenmarke, einfach auch weil das Design so schlicht, aber elegant ist. Diesmal habe ich mich für das Modell Warwick Classic entschieden, weil mir das grüne Band noch in der "Sammlung fehlte". Zudem kann mein Freund sie auch tragen, ich finde alle Modelle von DW sind für beide Geschlechter geeignet.
Zweitens meine neuen heißgeliebten Sneaker von Nike. Als ich sie das erste mal in dem & other stories in Frankfurt gesehen habe, war es um mich geschehen. Ich habe den Laden damals ohne sie verlassen, konnte aber nicht aufhören an sie zu denken und bangte stets darum, dass sie bald ausverkauft sind. Als mein Freund und ich in Köln waren und wir dort in einen & other stories gingen (ich natürlich ohne jegliche  Hintergedanken *hust*), fielen mir diese Nikes wieder in die Hände und dieses Mal durften sie mit tatkräftiger Unterstützung meines Freundes mit, hehe. Ja, eine rührende Liebesgeschichte. Ich glaube ich weiß nun ansatzweise wie hardcore Sneakerfans sich fühlen. 

Die Zeit geht wirklich rasend schnell vorbei. Ich kann einfach nicht glauben, dass der 2. Adventssonntag schon vorbei ist. So langsam wird es Zeit die Geschenke besorgen zu gehen, einige habe ich schon sicher, aber bei manch anderen muss ich noch grübeln. Letztes Jahr, da kann ich mich noch gut dran erinnern, war ich viel fleißiger! Hoffentlich kommt es nicht so weit, dass ich etwas auf den letzten Drücker holen muss.

Bis bald, Alice 



Weekly Review KW 48 // Adventskalender & CaseApp

November 30, 2015

Hallo, wie geht es euch allen so? Ich bin im Moment ziemlich müde, ich muss es mir mal abgewöhnen die Blogposts abends zu schreiben, denn eigentlich bin ich ein totaler Morgenmensch... wobei ich in letzter Zeit auch morgens ewig in meinem Bett rumwälze. Meine Freunde haben mich immer "gelobt", weil ich stets so früh aufgestanden bin, aber gut, Menschen ändern sich eben, nicht? Jedenfalls musste ich mich letzte Woche des öfteren früher als sonst aus dem Bett hieven, da ich einige Sachen erledigen musste, die wegen meiner Aufschieberitis (wie immer) gefährlich nah an ihre Deadline gekommen sind. 

So erging es beinahe auch dem Adventskalender, den ich für meinen Freund vorbereitet habe. Ich habe mir Anfang Oktober fleißig Notizen gemacht, was ich denn in die kleinen, niedlichen Tütchen stopfen könnte, die Liste dann in meinen Planer gesteckt und sie bis vor kurzem kaum angeguckt. In der Zwischenzeit habe ich immer mal Ausschau gehalten nach "besonderen" Süßigkeiten (siehe unten), aber die Reihen wiesen Lücken auf. So musste ich typischerweise kurz bevor der Adventskalender angebrochen wurde, nochmal schnell die restlichen Überraschungen besorgen. Aber ich habe es geschafft und der Blick meines Freundes, als er den Adventskalender gesehen hat, war Gold wert. 



Also in den Adventskalender kamen wie bereits schon gesagt einige Süßigkeiten, einen neuen Planer fürs nächste Jahr, ein "Lexikon der Superhelden" und einige Pflegeprodukte, die nicht auf den Bildern zu sehen sind. 
In Zusammenarbeit mit CaseApp durfte ich zudem eine iPhone 6 Hülle gestalten. Vielleicht hat der ein oder andere es schon mitbekommen, ich besitze seit kurzem ein iPhone 6. Mein Freund und ich wollten es uns eigentlich zeitgleich holen, aber leider musste er aus bestimmten Gründen passen. So fiel mein Plan, ihm eine selbst gestaltete Hülle in den Adventskalender zu packen, ins Wasser, deswegen habe ich mir selbst eine gestaltet. Und welch eine Überraschung, es wurde ein Case mit Marmor-Muster, ja, ich Opfer bin auch diesem Wahn verfallen. Hach, ich liebe das Muster, es wirkt einfach sehr elegant und zeitlos. 
Man kann bei der Hüllengestaltung zwischen matt und glänzend, ich habe matt gewählt. Leider ist es ein Hardcase und ich finde es schade, dass man nicht auch zwischen hard und soft wählen kann. Aber gut, mit dem Hardcase kann ich auch leben, muss halt aufpassen, dass mir das Handy nicht wegen der (sehr) glatten Oberfläche aus der Hand rutscht. Nichtsdestotrotz ist es eine nette Geschenkidee zu Weihnachten, denn man kann auch Fotocollagen auf die Hüllen drucken lassen, sodass man zugleich ein persönliches und individuelles Geschenk überreichen kann. Mit dem Code CALLMECASE bekommt ihr 20% Rabatt auf eure Bestellung bei CaseApp. 




Habt ihr dieses Jahr auch für jemanden einen Adventskalender gemacht? Verspürt ihr überhaupt schon diese Weihnachtsvorfreude? Mich hat sie ein bisschen gekitzelt. Aber nur ein bisschen. Ich habe zu viel um die Ohren um wirklich die volle Ladung Vorfreude zu spüren. Die kommt wahrscheinlich erst, wenn Winterferien sind. Bis dahin verfliegt die Zeit ja sowieso. Je älter man wird, desto schneller scheint einem die Zeit wie Sand zwischen den Fingern zu zerrinnen... Ja, ähm, ich werde wohl seltsam philosophisch, wenn es spät wird. Wird also Zeit für mich ins Bett zu gehen.

Bis bald, Alice 

Weekly Review(s) & super Fashion Markt

November 16, 2015

Hallo alle zusammen. Es war etwas still hier in letzter Zeit. Als ich dachte, dass ich nach meinem Praktikum wieder mehr Zeit haben werde, lag ich total falsch. Es stimmt, ich sitze zwar nun nicht mehr acht Stunden am Tag im Büro, aber dafür bin ich jetzt in so viele verschiedene Projekte eingebunden. So wie ich bin, habe ich mich selbst und meine Freizeit wieder mal total überschätzt. Seit Anfang des neuen Semesters bin ich also Mitglied einer Tanzgruppe, überforderte Nachhilfelehrerin und selbst Französisch-Lernerin. Zudem kommt noch mein Blog hinzu, welcher wegen dieser neuen (Lebens-)Projekte etwas zurücktreten musste. 

Letztes Wochenende haben mein Freund und ich uns eine kurze Auszeit gegönnt und sind nach Köln gefahren. Köln hat in unseren Herzen einen besonderen Platz, da wir damals als Freunde zusammen nach Köln gefahren und uns dort erst wirklich näher gekommen sind. Jedenfalls wurde ich zum super Fashion Markt im MAKK eingeladen und da haben wir uns beide gedacht, dass es keine schlechte Idee wäre Köln wieder mal einen Besuch abzustatten. 

Dort haben wir uns auch mit Linh von in high fashion laune getroffen. Wir sind erst mal in burgerlich was essen gegangen, ein echt toller Laden, zugegeben, das Essen war jetzt nicht unbedingt 5 Sterne, aber die Location war wirklich schön! Danach sind wir zum MAKK gelaufen, ich muss sagen, dass mich die Straßen Kölns etwas verwirren, aber wir sind sicher angekommen. Dort wurden wir freundlich begrüßt und uns wurden wirklich coole Goodie Bags überreicht (jedes einzelne ein Unikat), dann ging es auch schon weiter in die Ausstellung. Es wurden Stücke von Modedesignern von A bis Z vorgestellt und es war wirklich interessant zu sehen, was die Designer entworfen haben, jedoch hielt sich mein Interesse in Grenzen, weil ich nicht so viel damit anfangen konnte. 




Danach haben wir uns den eigentlichen Fashion Markt angeschaut, wo Designer ihre Label, Klamotten oder Schmuckstücke präsentierten. Es war wirklich inspirierend sich all die Stücke der Designer anzuschauen, man konnte sehen wie viel Mühe und Arbeit sie darein gesteckt haben. Ich fand das eine oder andere Teil interessant, aber gekauft habe ich mir nichts, denn, das könnt ihr euch bestimmt denken, günstig ist es nicht wirklich. 


 Wunderschöne Handyhüllen, Taschen und Schmuck von ELEKTROPULLI 


Die Atmosphäre war entspannend und nach ausreichendem Schlendern zwischen den Ständen haben wir uns noch im Café hingesetzt um etwas zu plaudern. Alles in allem ein interessanter Abend, wo ich viele neue Eindrücke sammeln konnte und auch endlich mal die süße Linh persönlich kennen gelernt habe :-).Da ich zu dem Zeitpunkt krank war, ging es danach für mich und meinen Freund auch wieder schnell zurück ins Hotel, wo ich erschöpft ins Bett fiel. Am nächsten Tag sind wir noch etwas in Köln spazieren gegangen, wobei wir versucht haben die Innenstadt zu vermeiden, da es verdammt voll war. Trotzdem ist Köln eine liebenswürdige Stadt, die wir wohl noch öfters besuchen werden. 

Soviel zu meinem Update. Ansonsten gibt es nichts neues und meine Woche ist wieder mal vollgestopft. Ich fühle mich in letzter Zeit öfters ausgelaugt und demotiviert. Ich hoffe es liegt nur am Wetter. 

Bis bald, Alice


P.S. Ich möchte kurz etwas zu den Ereignissen letzte Woche am Freitag in Paris sagen. Ich saß zum Zeitpunkt der Geschehnisse am Laptop und war mit meinem Freund in einem Spiel drin, als ich dann zum Handy griff und im Gruppenchat von den schrecklichen Nachrichten las. Ich war schockiert gewesen, habe sofort meinen Verwandten in Paris geschrieben, zum Glück ging es ihnen gut. Es wurde eine unruhige Nacht für mich, auch weil ich dann noch erfuhr, dass in Beirut ebenfalls ein Anschlag verübt wurde. Es ist nicht so, dass ich keine Nachrichten schaue, aber es kommt vor, dass ich aus Zeitgründen nicht dazu komme. Der ganze Strom dieser verheerenden Neuigkeiten, der in den darauffolgenden Tagen auch nicht abnahm, im Gegenteil, es wurde immer mehr, machte mich wirklich sehr traurig und erinnerte mich wieder daran, dass wir alle stets dankbar sein sollten für unser Leben. Mein Beileid und Mitgefühl an alle Opfer dieser unglaublichen Gräueltaten. Ich wünsche uns allen vom Herzen Frieden, auf der ganzen Welt. Mehr nicht. Meine Meinung.




Outfit & some smalltalk about social media

November 4, 2015

Da bin ich wieder. Mich hat es nun auch erwischt, ich bin erkältet, deswegen möchte ich euch schon mal vorwarnen, dass ich heute höchstwahrscheinlich etwas verdreht schreiben werde, denn mein Kopf kann gerade nicht so klar denken, wie er eigentlich sollte. 

In letzter Zeit ist so vieles tolles passiert, ich finde es schade, dass ich kaum dazu komme darüber zu bloggen. Ich hoffe, dass ich dieses Wochenende fleißig Fotos machen werde, denn es wird ein vielversprechendes Wochenende. Es ärgert mich ziemlich, dass ich genau jetzt krank geworden bin, aber ich werde dafür sorgen, dass mein Körper sich schnell wieder erholen kann, sodass ich den Trip nach Köln und das Teamtreffen am Sonntag genießen kann ;-)! Mehr dazu in anderen Posts. 

Folgende Fotos sind vor einem Monat entstanden. Ich finde sie nicht perfekt, vor allem, weil ich mich selbst auf diesen Bildern sehr komisch finde, ich sehe wie ein "Sack" aus, haha, das Posen will gelernt sein (nein, es ist kein fishing for compliments). Nun, was ist aber schon perfekt, vor allem in der Welt des Social Media...? Dazu gleich mehr. Da ich aber das Licht auf den Bildern so schön fand, habe ich mich trotzdem dazu entschlossen sie hochzuladen, zudem haben mein Freund und ich geduldig eine halbe Stunde auf die golden hour gewartet, sogar mit App, und als es dann soweit war, sind wir beide wie verrückt rumgeturnt, denn die golden hour geht immer verdammt schnell vorbei. Die Mühen sollen also nicht umsonst gewesen sein.



Bluse Esprit ; Jeggings Pull&Bear ; Stiefeletten H&M

Zurück zu diesem "nichts ist perfekt"-Thema. Ihr habt die Sache mit dem Instagram-Model Essena O'Neill bestimmt mitbekommen. Wenn nicht, möchte ich euch erzählen worum es bei dieser Sache geht. O'Neill war ein ganz normales Mädchen, bis sie über Nacht zu einer Instagram-Berühmtheit wurde. Ihre makellosen Bilder zeigten ein perfektes Leben, sie wurde von zahllosen Firmen gesponsert und führte nebenbei auch noch einen erfolgreichen Blog und YouTube-Kanal. O'Neill selbst wurde ein wahrgewordener Mädchentraum. Ich habe ihr vor einiger Zeit auch gefolgt, fand sie wunderschön und war angetan von ihren Bildern, die ihren "perfekten" Lebensstil zeigten. Mit der Zeit empfand ich sie dann als langweilig. Mir fehlte da das gewisse Etwas. Vielleicht waren sie zu perfekt, zu makellos. Zu unecht.
Vor einigen Tagen wurde O'Neill über Nacht nochmal zu einem Social Media-Phänomen. Diesmal nicht, weil sie wieder ein bezauberndes Bild gepostet hat, nein, diesmal sah man eine junge, zerbrochene Teenagerin, die tränenüberströmt der Welt erzählt, dass Social Media eine Scheinwelt ist, die sie kaputt gemacht hat. Sie löschte um die 2000 Bilder von ihrem Instagram-Account und betitelte die, die noch übrig waren mit harten, aber wahren Wörtern. Auf Elle könnt ihr das nachlesen.

Es gibt nun natürlich viele verschiedene Meinungen zu diesem Thema. Ich selbst weiß nicht genau, was ich von all dem halten soll. Einerseits finde ich es sehr, sehr mutig von ihr, diesen Schritt getan zu haben, sich der ganzen Welt "entblößt" zu haben. Es muss anscheinend ein großer Druck gewesen sein, diese Scheinwelt aufrecht zu erhalten. Andererseits kann ich ihr Leid nicht vollkommen nachvollziehen. Es ist nämlich irgendwo schlichtweg einfach ein "first world problem". So schrecklich diese Last gewesen sein mag, ich denke mir, dass es nicht sehr schwer sein kann, sich davon zu "erholen". Den ersten Schritt hat sie immerhin getan. Zudem finde ich, war es nicht die alleinige Schuld des Social Medias, dass sie daran zerbrochen ist. Meiner Meinung nach war es ihr Umgang mit Social Media selbst, der sie dann in einen Strudel von Lügen, Identitätskrisen und schließlich  zu dem (vermeintlichen) Verlust der eigenen Persönlichkeit geführt hat.

Emma ganon hat dazu einen wundervollen Artikel geschrieben. 

"Social media is not to blame here. It's up to us not to treat it like a game. Treating it like a numbers game will only end in tears. Chasing clicks will leave us hollow. Creating meaningful content that people enjoy will make the difference. Social media can be fantastic if we keep it fucking real."

"The Internet is what you make it", das ist so wahr. Früher, das gebe ich offen zu, war ich auch nur auf Klicks, Follower und Likes hinaus. Auf Zahlen. Aber ich bin froh und stolz darauf, dass ich mich von dieser Einstellung entfernt habe, denn sie nahm mir nur den ganzen Spaß am Bloggen weg. Ich habe schon mal darüber geschrieben, "how social media brainwashes us", und ich kann nicht oft genug darüber schreiben. Das Internet ist mittlerweile ein fester Bestandteil unserer heutigen Welt, aber wir dürfen nicht vergessen eine klare Grenze zwischen der realen Welt und die des Internets zu ziehen. Und wenn wir das Internet, das Social Media in unserem Leben integrieren wollen, dann bestenfalls immer mit dem Gedanken im Hinterkopf, dass wir mehr sind als unsere virtuellen Gesichter, mehr als die Zahlen, die an unseren Accounts haften, aber nichtssagend sind über unsere Person. Nicht die Zahlen, sondern der Content, den wir produzieren und wie wir den präsentieren, macht uns aus.

Zum Schluss noch ein tolles Zitat aus Emma ganons Artikel:

"The Internet is an incredible place to share your interests. If you love writing, be a blogger. If you love fashion, take photos of your clothes. If you love performing, grab a camera. If you love music, upload it straight to YouTube. If you want to illustrate, share it on Tumblr. The list goes on. But, remember the art. Remember the craft. Remember the reason why."


Hoffentlich hat euch der heutige Blogpost gefallen und hoffentlich habe ich nicht zu verwirrend geschrieben? Ich wünsche euch jedenfalls noch eine schöne Woche, ich melde mich entweder Ende dieser oder nächste Woche bei euch. 
Bis bald ihr Lieben, Alice 

Shoppingverbot - Fazit

October 19, 2015

Dieser Blogpost kommt verspätet, aber besser spät als nie. Ich habe vor einigen Monaten eine Challenge angefangen und zwar die Shoppingverbot-Challenge. Dazu inspiriert haben mich sämtliche Blogger, die es ebenfalls gemacht haben. Ich fand es immer sehr interessant, wie jene Blogger die Challenge angegangen sind, welche Erfahrungen sie gemacht und was sie daraus gelernt haben. Ich habe dann beschlossen es selbst für drei Monate durch zu ziehen, nun ist es mal Zeit für ein Fazit.

Angefangen habe ich Anfang Juni, aufgehört Ende August. Am Anfang war ich sehr motiviert gewesen, ich war mir felsenfest sicher, dass mir eine Pause vom Shopping gut tun würde, habe sogar ein Update für den ersten Monat geschrieben. Der erste Monat lief relativ gut, aber selbst da habe ich schon "geschummelt" und habe mir einige Teile gekauft. Ich habe mein Gewissen aber stets mit der Ausrede "ich brauche es wirklich" beruhigt. 
Ab Juli und August ging es dann bergab. Ich habe mir selbst die Regel aufgestellt, maximal nur zwei Teile im Monat kaufen zu dürfen, jedoch bin ich ziemlich darüber hinausgeschossen. Bekanntlich ist in Juli und August der große Sommersale und ich konnte mich leider nicht vor den Mengen an Angeboten und Rabatten wehren. Immer und immer wieder haben mich die großen %-Schilder in die Läden gezogen, manchmal bin ich ohne Tüte aus den Laden gegangen, oft bin ich jedoch mit Tüte und schlechtem Gewissen wieder rausspaziert. Auch wenn ich immer darauf geachtet habe bloß Teile zu kaufen, deren Preise reduziert waren, hatte ich stets Gewissensbisse und zuhause wurden die Errungenschaften dann immer in den Schrank geschmissen, um bloß schnell den Fehler zu vergessen, den man da begangen hat. 

Gegen Ende August war mir klar, dass ich bei der Challenge total versagt habe. Es ist nicht so, dass ich jede Woche eine große Shoppingtour gemacht habe, aber ich habe viel zu oft "Gelegenheitskäufe" oder auch "Hamsterkäufe" gemacht. Mal wieder ein neues, weißes T-Shirt, mal ein Lippenstift, obwohl ich dutzende davon zuhause habe... Mir ist auch aufgefallen, dass ich genau dann shoppen gehe, wenn es mir "nicht gut geht". Sei es, weil ich frustriert bin von der Arbeit oder weil ich schlechte Laune hatte... genau dann bin ich immer in die Stadt gelaufen und habe mir Schnickschnack gekauft, einfach weil der Akt des Kaufens mich "beruhigt" bzw. zufrieden gestellt hat. 

Ich bin nicht sehr stolz darauf, wie die Challenge ausgegangen ist, aber sie war nicht sinnlos, denn ich habe natürlich auch was neues über mich gelernt. Ich weiß nun, dass ich versuchen werde die Shoppingmeile zu vermeiden, wenn ich mal "schlecht gelaunt" bin und Gefahr laufe, unsinniges Zeug zu kaufen. Natürlich wird es vorkommen, dass ich schlecht gelaunt bin und mich gleichzeitig auf der Shoppingmeile bzw. mitten in der Innenstadt befinde. Zudem gibt es ja noch das Onlineshopping, wo ich egal wann und wo, immer was einkaufen kann. Aber genau dann, wenn ich mich wieder dabei ertappe einen Frustkauf zu tätigen, werde ich es mir doppelt und dreifach überlegen, ob ich die Sachen wirklich brauche. Schließlich möchte ich nicht, dass es zu einer schlechten Angewohnheit wird, ich kenne schon jemanden, bei dem es ganz normal ist was zu kaufen und zwar bewusst, um sich danach besser zu fühlen. Ganz ehrlich, so möchte ich nicht enden.

Zudem ist mir auch aufgefallen, dass es sich so viel mehr besser anfühlt, etwas zu kaufen, das schon länger auf der Wishlist stand. Ich wollte schon seit dem letzten Herbst schöne Chelsea Boots, sowie richtig derbe Bikerstiefel haben. Euch ist es bestimmt schon aufgefallen, ich liebe den Herbst und ich finde, dass man sich am besten im Herbst anziehen und Klamotten kombinieren kann. Deswegen war ich begeistert, als ich vor kurzem über diese zwei Schätze gestolpert bin. 

bronx-schwarze-biker-boots-stiefel

Gummi Chelsea Boots Tommy Hilfiger

Bronx schwarze Biker Boots Stiefel

Stiefel Bronx ; Chelsea Boots Tommy Hilfiger 

Das klingt jetzt irgendwie bescheuert, aber wie gesagt, es hat mich wirklich viel mehr erfüllt Sachen zu kaufen, die schon länger auf meiner Wishlist standen, als so unsinniges Kleinzeug. So werde ich auch in Zukunft vorgehen, ich habe schon brav auf einen Zettel meine nächsten materiellen Wünsche aufgeschrieben und werde dafür Geld sparen bzw. auf einer Shoppingtour auch nur bewusst danach schauen.

Letztendlich bin ich zu dem Schluss gekommen, dass es für mich nicht funktioniert ein striktes Shoppingverbot durch zu ziehen. Es ist wie beim ausgewogenen Essen (für mich!). Wenn ich versuche all die ungesunden Sachen zu vermeiden, komme ich früher oder später irgendwann an einem Punkt, wo ich genau das Gegenteil mache: ich stopfe alles in mir rein, was mir in die Quere kommt. Dann wird es mal ganz schnell Pizza, Cola und dann noch ein Dessert hinterher. Und danach fühle ich mich richtig mies. Deswegen habe ich mir in Sachen Ernährung vorgenommen, dass ich essen kann, was und wann ich will, aber auch darauf achten werde nicht maßlos und ohne Kopf zu essen. Das heißt so viel wie heute Pizza, morgen aber dann mal viel Grüntee und ein Salat. Für mich funktioniert das so ganz gut und wohler habe ich mich nie gefühlt. Zurück zum Shoppingverhalten. So wie ich es in meiner Ernährung mache, werde ich es wohl auch beim Shoppen anwenden. Ich darf mir ab und an was gönnen, idealerweise was von meiner Wishlist, aber dann werde ich auch darauf achten, mal zu sparen und kein Schnickschack zu holen.
Es kommt auf die Balance an. Yin und Yang, und so. Ok, das war jetzt sehr weit hergeholt... 

So viel zu meiner Challenge. Habt ihr schon mal sowas oder was ähnliches gemacht? Erzählt mir mal davon, ich würde mich sehr dafür interessieren, wie andere mit diesem Thema umgehen :-).

Liebst, Alice


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