Shoppingverbot - Fazit

October 19, 2015

Dieser Blogpost kommt verspätet, aber besser spät als nie. Ich habe vor einigen Monaten eine Challenge angefangen und zwar die Shoppingverbot-Challenge. Dazu inspiriert haben mich sämtliche Blogger, die es ebenfalls gemacht haben. Ich fand es immer sehr interessant, wie jene Blogger die Challenge angegangen sind, welche Erfahrungen sie gemacht und was sie daraus gelernt haben. Ich habe dann beschlossen es selbst für drei Monate durch zu ziehen, nun ist es mal Zeit für ein Fazit.

Angefangen habe ich Anfang Juni, aufgehört Ende August. Am Anfang war ich sehr motiviert gewesen, ich war mir felsenfest sicher, dass mir eine Pause vom Shopping gut tun würde, habe sogar ein Update für den ersten Monat geschrieben. Der erste Monat lief relativ gut, aber selbst da habe ich schon "geschummelt" und habe mir einige Teile gekauft. Ich habe mein Gewissen aber stets mit der Ausrede "ich brauche es wirklich" beruhigt. 
Ab Juli und August ging es dann bergab. Ich habe mir selbst die Regel aufgestellt, maximal nur zwei Teile im Monat kaufen zu dürfen, jedoch bin ich ziemlich darüber hinausgeschossen. Bekanntlich ist in Juli und August der große Sommersale und ich konnte mich leider nicht vor den Mengen an Angeboten und Rabatten wehren. Immer und immer wieder haben mich die großen %-Schilder in die Läden gezogen, manchmal bin ich ohne Tüte aus den Laden gegangen, oft bin ich jedoch mit Tüte und schlechtem Gewissen wieder rausspaziert. Auch wenn ich immer darauf geachtet habe bloß Teile zu kaufen, deren Preise reduziert waren, hatte ich stets Gewissensbisse und zuhause wurden die Errungenschaften dann immer in den Schrank geschmissen, um bloß schnell den Fehler zu vergessen, den man da begangen hat. 

Gegen Ende August war mir klar, dass ich bei der Challenge total versagt habe. Es ist nicht so, dass ich jede Woche eine große Shoppingtour gemacht habe, aber ich habe viel zu oft "Gelegenheitskäufe" oder auch "Hamsterkäufe" gemacht. Mal wieder ein neues, weißes T-Shirt, mal ein Lippenstift, obwohl ich dutzende davon zuhause habe... Mir ist auch aufgefallen, dass ich genau dann shoppen gehe, wenn es mir "nicht gut geht". Sei es, weil ich frustriert bin von der Arbeit oder weil ich schlechte Laune hatte... genau dann bin ich immer in die Stadt gelaufen und habe mir Schnickschnack gekauft, einfach weil der Akt des Kaufens mich "beruhigt" bzw. zufrieden gestellt hat. 

Ich bin nicht sehr stolz darauf, wie die Challenge ausgegangen ist, aber sie war nicht sinnlos, denn ich habe natürlich auch was neues über mich gelernt. Ich weiß nun, dass ich versuchen werde die Shoppingmeile zu vermeiden, wenn ich mal "schlecht gelaunt" bin und Gefahr laufe, unsinniges Zeug zu kaufen. Natürlich wird es vorkommen, dass ich schlecht gelaunt bin und mich gleichzeitig auf der Shoppingmeile bzw. mitten in der Innenstadt befinde. Zudem gibt es ja noch das Onlineshopping, wo ich egal wann und wo, immer was einkaufen kann. Aber genau dann, wenn ich mich wieder dabei ertappe einen Frustkauf zu tätigen, werde ich es mir doppelt und dreifach überlegen, ob ich die Sachen wirklich brauche. Schließlich möchte ich nicht, dass es zu einer schlechten Angewohnheit wird, ich kenne schon jemanden, bei dem es ganz normal ist was zu kaufen und zwar bewusst, um sich danach besser zu fühlen. Ganz ehrlich, so möchte ich nicht enden.

Zudem ist mir auch aufgefallen, dass es sich so viel mehr besser anfühlt, etwas zu kaufen, das schon länger auf der Wishlist stand. Ich wollte schon seit dem letzten Herbst schöne Chelsea Boots, sowie richtig derbe Bikerstiefel haben. Euch ist es bestimmt schon aufgefallen, ich liebe den Herbst und ich finde, dass man sich am besten im Herbst anziehen und Klamotten kombinieren kann. Deswegen war ich begeistert, als ich vor kurzem über diese zwei Schätze gestolpert bin. 

bronx-schwarze-biker-boots-stiefel

Gummi Chelsea Boots Tommy Hilfiger

Bronx schwarze Biker Boots Stiefel

Stiefel Bronx ; Chelsea Boots Tommy Hilfiger 

Das klingt jetzt irgendwie bescheuert, aber wie gesagt, es hat mich wirklich viel mehr erfüllt Sachen zu kaufen, die schon länger auf meiner Wishlist standen, als so unsinniges Kleinzeug. So werde ich auch in Zukunft vorgehen, ich habe schon brav auf einen Zettel meine nächsten materiellen Wünsche aufgeschrieben und werde dafür Geld sparen bzw. auf einer Shoppingtour auch nur bewusst danach schauen.

Letztendlich bin ich zu dem Schluss gekommen, dass es für mich nicht funktioniert ein striktes Shoppingverbot durch zu ziehen. Es ist wie beim ausgewogenen Essen (für mich!). Wenn ich versuche all die ungesunden Sachen zu vermeiden, komme ich früher oder später irgendwann an einem Punkt, wo ich genau das Gegenteil mache: ich stopfe alles in mir rein, was mir in die Quere kommt. Dann wird es mal ganz schnell Pizza, Cola und dann noch ein Dessert hinterher. Und danach fühle ich mich richtig mies. Deswegen habe ich mir in Sachen Ernährung vorgenommen, dass ich essen kann, was und wann ich will, aber auch darauf achten werde nicht maßlos und ohne Kopf zu essen. Das heißt so viel wie heute Pizza, morgen aber dann mal viel Grüntee und ein Salat. Für mich funktioniert das so ganz gut und wohler habe ich mich nie gefühlt. Zurück zum Shoppingverhalten. So wie ich es in meiner Ernährung mache, werde ich es wohl auch beim Shoppen anwenden. Ich darf mir ab und an was gönnen, idealerweise was von meiner Wishlist, aber dann werde ich auch darauf achten, mal zu sparen und kein Schnickschack zu holen.
Es kommt auf die Balance an

So viel zu meiner Challenge. Habt ihr schon mal sowas oder was ähnliches gemacht? Erzählt mir mal davon, ich würde mich sehr dafür interessieren, wie andere mit diesem Thema umgehen :-).

Liebst, Alice


14 comments

  1. Ich glaube, ich würde eine solche Challenge auch nicht durchhalten, kann dich also in der Hinsicht wirklich verstehen.
    Die Boots gefallen mir beide richtig gut! :)

    Liebe Grüße, Marie ♥ SOMEDAY, SOMEHOW

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  2. ich finds sehr spannend, über deine erfahrungen zu lesen und daumen hoch für deine einstellung! ich habe früher auch ständig irgendwelches kleinzeug gekauft (tshirts etc.), das zwar nicht viel gekostet hat, aber dann trotzdem nur im schrank rum lag. seit ein paar jahren versuche ich viel bewusster einzukaufen und ich kann dir voll zustimmen: wenn man sich etwas kauft, das man sich schon länger wünscht bzw. das einem wirklich voll und ganz gefällt, dann schätzt man es viel mehr und hat auch viel mehr freude daran :)

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  3. Wichtig auf jedenfalls dass du so ehrlich gewesen bist! :)

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  4. ich finde dein verhalten absolut menschlich :)
    persönlich finde ich, nutzt es nichts sich dazu zu "zwingen" auf irgendwas zu verzichten
    solange es dein geldbeutel zulässt, kannst du doch kaufen was du willst :)
    also ich meine damit, jeder sollte sein eigenes limit bestimmen

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  5. Genau so wär das bei mir auch gelaufen. Ein Shoppingverbot würde bei mir auch gar nicht funktionieren. Sowas in der Art hab ich schon öfters probiert und letztendlich kam immer dabei raus, dass ich mehr kaufe, wenn ich es mir verbiete. Warum, weiß ich auch nicht. :D

    Liebste Grüße, Rike ♥
    whatrikeloves.blogspot.de
    P.S.: Bei mir läuft gerade eine Blogvorstellung! :)

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  6. Ich erlege mir kein Shoppingstop auf, viel mehr frage ich mich seit kurzem immer wieder: brauche ich das wirklich? Damit habe ich schon einiges eingespart, wenn ich dann doch die nächsten 1..2 Tage über das Teil nachdenken muss, kauf ichs mir doch.
    Aber, ein cooles Projekt! <3

    Liebst, Colli
    tobeyoutiful

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  7. Ein spannendes Experiment und ich finde es toll, dass du so ehrlich drüber berichtest! Ich glaube auch, dass das Experiment nicht gescheitert ist und dass man aus deinen Erfahrungen lernen kann. Schließlich kann sich wahrscheinlich kaum jemand (ich auf jeden Fall nicht) von kleinen, unbewussten "Frustkäufen" freisprechen. Ich erwische mich ab und zu auch dabei und versuche auch verstärkt, mir lieber etwas zu gönnen, was schon lange auf meiner Wunschliste steht und was ich auch wirklich "brauche".
    Liebste Grüße

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  8. Mir hat es sehr geholfen mehr auf die Qualität zu achten und sich das Preis-/Leistungsverhältnis vor Augen zu führen. Das hat mich meistens schon von Hamsterkäufen abgehalten, weil man ja doch schnell zu billigen Klamotten "ja" sagt, als zu qualitativ hochwertigeren Klamotten.
    Außerdem bin ich irgendwie in letzter Zeit schnell vom "offline" shoppen überfordert und verlasse den Laden oft nach ein paar Minuten mir leeren Händen haha.
    Liebe Grüße :)

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  9. Auch wenn es scheinbar nicht geklappt hat, bist du ja doch sehr ehrlich zu dir. Hut ab.
    Außerdem ist es ja kein totaler Fail gewesen. Dadurch, dass du das reflektiert hast, weißt du ja, was du ab sofort besser machen kannst. :) Nur beim Onlineshoppen besteht (wie auch bei mir) immer noch die Gefahr. :D

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  10. Toller Post :)
    Ich finde toll, dass du auch über eine vielleicht nicht so erfolgreiche Challenge schreibst. Außerdem finde ich es wichtiger aus einer Sache zu lernen als die Challenge durchzuhalten, sich aber über sein Kaufverhalten gar keine Gedanken zu machen, wenn du verstehst was ich meine :)
    xx Alina
    thelittlediamonds.de

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  11. Hey, cooler Post! Macht echt Spaß auf deinem Blog ein bisschen herum zu stöbern :)
    Auf meinem Blog läuft diese Woche noch eine Blogvorstellung. Würde mich freuen, wenn du vorbeischaust :)
    Alles Liebe
    Milena
    http://fashionfirework.blogspot.de/2015/09/blogvorstellung.html

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  12. This comment has been removed by the author.

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