Outfit & some smalltalk about social media

November 4, 2015

Da bin ich wieder. Mich hat es nun auch erwischt, ich bin erkältet, deswegen möchte ich euch schon mal vorwarnen, dass ich heute höchstwahrscheinlich etwas verdreht schreiben werde, denn mein Kopf kann gerade nicht so klar denken, wie er eigentlich sollte. 

In letzter Zeit ist so vieles tolles passiert, ich finde es schade, dass ich kaum dazu komme darüber zu bloggen. Ich hoffe, dass ich dieses Wochenende fleißig Fotos machen werde, denn es wird ein vielversprechendes Wochenende. Es ärgert mich ziemlich, dass ich genau jetzt krank geworden bin, aber ich werde dafür sorgen, dass mein Körper sich schnell wieder erholen kann, sodass ich den Trip nach Köln und das Teamtreffen am Sonntag genießen kann ;-)! Mehr dazu in anderen Posts. 

Folgende Fotos sind vor einem Monat entstanden. Ich finde sie nicht perfekt, vor allem, weil ich mich selbst auf diesen Bildern sehr komisch finde, ich sehe wie ein "Sack" aus, haha, das Posen will gelernt sein (nein, es ist kein fishing for compliments). Nun, was ist aber schon perfekt, vor allem in der Welt des Social Media...? Dazu gleich mehr. Da ich aber das Licht auf den Bildern so schön fand, habe ich mich trotzdem dazu entschlossen sie hochzuladen, zudem haben mein Freund und ich geduldig eine halbe Stunde auf die golden hour gewartet, sogar mit App, und als es dann soweit war, sind wir beide wie verrückt rumgeturnt, denn die golden hour geht immer verdammt schnell vorbei. Die Mühen sollen also nicht umsonst gewesen sein.



Bluse Esprit ; Jeggings Pull&Bear ; Stiefeletten H&M

Zurück zu diesem "nichts ist perfekt"-Thema. Ihr habt die Sache mit dem Instagram-Model Essena O'Neill bestimmt mitbekommen. Wenn nicht, möchte ich euch erzählen worum es bei dieser Sache geht. O'Neill war ein ganz normales Mädchen, bis sie über Nacht zu einer Instagram-Berühmtheit wurde. Ihre makellosen Bilder zeigten ein perfektes Leben, sie wurde von zahllosen Firmen gesponsert und führte nebenbei auch noch einen erfolgreichen Blog und YouTube-Kanal. O'Neill selbst wurde ein wahrgewordener Mädchentraum. 
Vor einigen Tagen wurde O'Neill über Nacht nochmal zu einem Social Media-Phänomen. Diesmal jedoch sah man eine zerbrochene Teenagerin, die tränenüberströmt der Welt erzählt, dass Social Media eine Scheinwelt ist, die sie kaputt gemacht hat. Sie löschte um die 2000 Bilder von ihrem Instagram-Account und betitelte die, die noch übrig waren mit harten, aber wahren Wörtern. Auf Elle könnt ihr das nachlesen.

Es gibt nun natürlich viele verschiedene Meinungen zu diesem Thema. Ich selbst weiß nicht genau, was ich von all dem halten soll. Einerseits finde ich es sehr, sehr mutig von ihr, diesen Schritt getan zu haben, sich der ganzen Welt "entblößt" zu haben. Es muss anscheinend ein großer Druck gewesen sein, diese Scheinwelt aufrecht zu erhalten. Andererseits kann ich ihr Leid nicht vollkommen nachvollziehen. Es ist nämlich irgendwo schlichtweg einfach ein "first world problem". So schrecklich diese Last gewesen sein mag, ich denke mir, dass es nicht sehr schwer sein kann, sich davon zu "erholen". Den ersten Schritt hat sie immerhin getan. Zudem finde ich, war es nicht die alleinige Schuld des Social Medias, dass sie daran zerbrochen ist. Meiner Meinung nach war es ihr Umgang mit Social Media selbst, der sie dann in einen Strudel von Lügen, Identitätskrisen und schließlich  zu dem (vermeintlichen) Verlust der eigenen Persönlichkeit geführt hat.

Emma ganon hat dazu einen wundervollen Artikel geschrieben. 

"Social media is not to blame here. It's up to us not to treat it like a game. Treating it like a numbers game will only end in tears. Chasing clicks will leave us hollow. Creating meaningful content that people enjoy will make the difference. Social media can be fantastic if we keep it fucking real."

"The Internet is what you make it", das ist so wahr. Früher, das gebe ich offen zu, war ich auch nur auf Klicks, Follower und Likes hinaus. Auf Zahlen. Aber ich bin froh und stolz darauf, dass ich mich von dieser Einstellung entfernt habe, denn sie nahm mir nur den ganzen Spaß am Bloggen weg. Ich habe schon mal darüber geschrieben, "how social media brainwashes us", und ich kann nicht oft genug darüber schreiben. Das Internet ist mittlerweile ein fester Bestandteil unserer heutigen Welt, aber wir dürfen nicht vergessen eine klare Grenze zwischen der realen Welt und die des Internets zu ziehen. Und wenn wir das Internet, das Social Media in unserem Leben integrieren wollen, dann bestenfalls immer mit dem Gedanken im Hinterkopf, dass wir mehr sind als unsere virtuellen Gesichter, mehr als die Zahlen, die an unseren Accounts haften, aber nichtssagend sind über unsere Person. Nicht die Zahlen, sondern der Content, den wir produzieren und wie wir den präsentieren, macht uns aus.

Zum Schluss noch ein tolles Zitat aus Emma ganons Artikel:

"The Internet is an incredible place to share your interests. If you love writing, be a blogger. If you love fashion, take photos of your clothes. If you love performing, grab a camera. If you love music, upload it straight to YouTube. If you want to illustrate, share it on Tumblr. The list goes on. But, remember the art. Remember the craft. Remember the reason why."


Hoffentlich hat euch der heutige Blogpost gefallen und hoffentlich habe ich nicht zu verwirrend geschrieben? Ich wünsche euch jedenfalls noch eine schöne Woche, ich melde mich entweder Ende dieser oder nächste Woche bei euch. 
Bis bald ihr Lieben, Alice 

9 comments

  1. ich finde deine Bilder super, du sieht überhaupt nicht 'sackhaft' aus!:) o'neill ist momentan wirklich in aller munde, ich habe auch schon einige Artikel dazu gelesen auch in verschiedene meinungsrichtungen, wo genau ich mich dabei positioniere, weiß ich aber auch nicht..
    ich hoffe, dir geht es schnell wieder besser,
    liebst kati <3

    http://www.katiys.com

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  2. Genau die gleichen Gedanken habe ich auch gehabt, als ich Essenas Video gesehen habe. Wenn Social Media so schlimm ist und sie die ganze Aufmerksamkeit nicht mehr will, warum dreht sie dann ein Video durch dass sie jetzt wahrscheinlich noch mehr Aufmerksamkeit bekommen hat als jemals zu vor? Ich finde das macht nicht wirklich Sinn. Natürlich kann ich es nicht nachvollziehen wie es ist so viele Follower zu haben, will es wahrscheinlich auch gar nicht. Aber wenn man sein ganzes Leben und Selbstwertgefühl davon abhängig macht läuft irgendetwas falsch. Aber trotzdem ist Social Media doch keine Lüge nur weil ich gerne Fotografiere und diese schönen Bilder poste. Hässliche Bilder will ja auch keiner sehen :D
    Wie auch immer. Toller Beitrag und ich finde die Fotos sind auch gut gelungen - gar nicht so schlimm wie du denkst :)

    Liebste Grüße ♥
    Mai von Sparkle & Sand

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  3. Also ich finde die Fotos sind sehr schön geworden :)

    Ich muss ehrlich gestehen, dass ich noch nie von Essena O'Neill gehört habe bis ich deinen Posts gelesen habe. Das Thema scheint total an mir vorbei gegangen sein, aber es liegt wahrscheinlich auch daran, dass ich auch nicht mehr so viel Zeit finde um mich mit den neuesten News zu infomieren.

    Was ich aber auch nicht ganz versteh, wenn alles für sie so eine Last gewesen wäre, wieso sie nicht einfach von den ganzen Social Media zurück getreten ist. Sie hätte niemanden was beweisen oder erklären müssen. Daher bin auch deiner Meinung, dass sie wahrscheinlich einfach zu viel wert auf die Social Media gelegen hat und die Aufmerksamkeit bleibt weiterhin auf sie gerichtet, wenn sie weiter Bilder und Videos hochlädt.

    Naja wie auch den sei, ich fand deinen Post wirklich sehr toll und interessant ! :)

    Liebe Grüße, Chi Chi
    www.saranghaeyeu.blogspot.de

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  4. Hoffen, dass Sie gut bald kalt werden kann, so dass die Energie, um unsere Aktie besser Artikels haben.

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  5. Hast du gut geschrieben! Es ist so wichtig, dass man selbst einen gesunden Umgang mit Social Media bekommt und immer weiß, dass hinter den ganz tollen cleanen Fotos auch nur ein normales Leben steckt mit genau den selben alltäglichen Problemen die jeder anderer auch hat! :)

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    1. Ach und die Bilder finde ich auch gelungen! :D
      Hat sich gelohnt die Zeit abzuwarten. ;)

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  6. Also ich finde die Bilder sehr schön, ich wünschte, bei mir würde so ein Hemd auch so gut aussehen :D

    Zu den Social Media Kram, ich habe das von diesem Mädchen mitbekommen, aber mich hat das nicht so wirklich gekümmert. Du hast Recht, das Internet ist das, was man daraus macht und ich finde, es sollte Spaß machen und den Horizont erweitern. Früher habe ich auch immer darauf geachtet, viele Kommentare zu bekommen und tolle Kooperationen "abzugreifen", aber es ist doch viel wertvoller, wenn die ganze Sache Spaß macht.

    Liebe Grüße,
    Mira

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  7. Supertoller Artikel, und ich kann dir nur voll und ganz zustimmen! Ich denke letzten Endes sind die Klicks ja eh etwas nutzlos und es geht im Endeffekt einfach nur darum, Spaß zu haben, seine Leidenschaften zu teilen und so Menschen kennenzulernen, die diese Leidenschaften teilen :) (Oh und ich denke übrigens nicht, dass du zu verwirrend geschrieben hast! :D)

    Schönes Outfit! Besonders die Stiefeletten gefallen mir sehr gut!

    Liebe Grüße,
    Simone

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